PIKSL unterwegs auf der LearnTec in Karlsruhe

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PIKSL Management

Am vergangenen Donnerstag machten sich Juliane und Lara aus dem PIKSL Management Team auf nach Karlsruhe, um sich im Rahmen der diesjährigen Learn Tec zu neuen Trends des digitalen Lernens zu beschäftigen. Die Learn Tec ist die größte Messe in Europa zu den Themen digitale Bildung für Schule, Hochschule und Beruf. Für uns stellte sich die dabei die Frage, wie digitales Lernen inklusiv gestaltet werden kann und wir waren gespannt darauf zu entdecken, welche Möglichkeiten es zur Fort- und Weiterbildung es gibt, die auch die Zielgruppe Menschen mit Lernschwierigkeiten in den Blick nimmt. Dabei war uns besonders wichtig, darauf zu schauen, welche Produkte über einfach bedienbare Ínterface Menüs und klare Strukturen verfügen, die Vorgaben des WCAG Regelwerks erfüllen und nach Richtlinien eines Universal Designs gestaltet sind. Wir haben nach etwas gesucht, das nicht nur im sogenannten Front-End gut und übersichtlich gestaltet ist, sondern auch im Back-End – also dem Bereich in dem z.B. Online-Kurse erstellt werden können, leicht und intuitiv bedienbar sind. Mit welchen Ergebnissen kehren wir letztendlich nach Düsseldorf zurück?

Wir hatten durchaus spannende Gespräche mit einzelnen Aussteller*innen, die sich mit den Themen der besseren Zugänglichkeit und universellem Design auseinandersetzten und mit denen wir in den weiteren Austausch gehen möchte. Es gab aber auch viele frustierende Diskussionen – Menschen mit Lernschwierigkeiten werden als Zielgruppe aktuell bei keinem dieser Angebote mitgedacht. Es zeigt sich aus unserer Sicht hier also nach wie vor die allgemeine gesellschaftliche Annahme, dass Menschen mit Lernschwierigkeiten nicht bildungsfähig seien und gerade im Arbeitskontext digitale Möglichkeiten zur Weiterbildung und lebenslangem Lernen nicht benötigten bzw. nutzen würden. Ob uns das überrascht hat? Nicht wirklich. So lange Menschen mit Lernschwierigkeiten nicht am allgemeinen ersten Arbeitsmarkt teilnehmen ist es nicht überraschend, dass sie die Möglichkeiten des digitalen beruflichen Lernen nicht nutzen können. Aber selbst wenn das aktuell der Fall wäre und Menschen mit Lernschwierigkeiten in sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnissen beschäftigt wären, stünden wir immer noch vor der Herausforderung, dass die Angebote die sie für ihre Arbeit nutzen müssten, nicht entlang ihrer Bedarfe entwickelt worden wären.

Immer wieder wurde uns im Rahmen der Messe und bei unterschiedlichen Aussteller*innen erklärt: „Das ist ganz einfach und total leicht bedienbar“. Wir wissen, dieses „einfach“ von dem dort gesprochen wurde, ist nicht einfach genug – es ist kein universeller Standard der alle Nutzer*innengruppen miteinbezieht. Auch wenn es dann darum ging darüber zu sprechen, wie bestehende Produkte möglichst angepasst werden könnten, erreichte uns von vielen Aussteller*innen ein Kopfschütteln. Die Vorstellung eines Produkts das alle miteinbezieht – da müsse man schließlich letzten Endes so viele Einbusse machen, es wäre sehr kostenintensiv und auch die Ästhetik des Designs würde darunter leiden – wir geben uns mit solchen Aussagen nicht zufrieden.

Das Thema der digitalen Bildung ist etwas, mit dem wir uns in unserer PIKSL Arbeit weiter fokussieren werden – wir wollen digitale Lern- und Lehrmedien inklusiv und nach Standards eines Universal Designs for Learning entwickeln. Hierzu stehen wir mit mehreren Projekten bereits im Austausch, u.a. den tollen Jungs von Erdmännchen und Bär. Ihr dürft also noch ein bisschen von uns in den nächsten Monaten erwarten & an alle Skeptiker*innen der E-Learning Szene sagen wir gerne, zweifeln bringt nichts – wir zeigen wie’s geht und machen es einfach!

Foto: Twitter/ @mandausch

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