Düsseldorf

Wie können Menschen mit Behinderungen selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilhaben? Welche Rahmenbedingungen braucht es dafür und welche Rolle spielen digitale Angebote? Über diese und viele weitere Fragen tauschten sich die Mitarbeitenden des PIKSL Labors Düsseldorf mit einer besonderen Besucherin aus Namibia aus.

Am 21. Juli begrüßte das PIKSL Labor Yvonne Hansen, Mitarbeiterin der namibischen Regierung und engagierte Fürsprecherin für die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Im Rahmen eines internationalen Austauschs erhielt sie Einblicke in die Arbeit von PIKSL und die vielfältigen Möglichkeiten, die digitale Teilhabe für Menschen mit Behinderungen eröffnet.

Im Mittelpunkt des Treffens standen die Konzepte und Erfahrungen des PIKSL Labors, sowie der Austausch über Bedingungen für gelingende Inklusion in Deutschland und Namibia. Besonders intensiv wurde über sogenannte tagesstrukturierende Maßnahmen gesprochen. Frau Hansen berichtete, dass viele Menschen mit Behinderungen in Namibia nur begrenzte Möglichkeiten haben, Bildungs-, Freizeit- oder Unterstützungsangebote wahrzunehmen. Häufig fehlen wohnortnahe Angebote und Strukturen, die Menschen dabei unterstützen, ihren Alltag aktiv und selbstbestimmt zu gestalten.

Die Teilnehmenden diskutierten darüber, welche Bedeutung Beschäftigungs-, Bildungs- und Freizeitangebote für gesellschaftliche Teilhabe haben und wie Menschen mit Behinderungen durch passende Unterstützungsangebote gestärkt werden können. Darüber hinaus ging es um die Finanzierung von Hilfsmitteln in beiden Ländern sowie um gesetzliche Rahmenbedingungen, die notwendig sind, damit Menschen mit Behinderungen gleichberechtigt an der Gesellschaft teilhaben können.

Der Besuch bot nicht nur die Gelegenheit, die Arbeit des PIKSL Labors vorzustellen. Auch die Einblicke von Frau Hansen in die Situation von Menschen mit Behinderungen in Namibia eröffneten neue Perspektiven und regten zu einem inspirierenden Austausch an.

Organisiert wurde das Treffen von Matthias Schmid von der Vereinten Evangelischen Mission (VEM). Die VEM führt derzeit einen Jugendbegegnungsaustausch mit jeweils zehn Jugendlichen aus Namibia und Deutschland durch.

Wir freuen uns sehr über den Besuch und den offenen Austausch. Internationale Begegnungen wie diese zeigen, wie wertvoll es ist, voneinander zu lernen, gute Ideen zu teilen und gemeinsam an einer inklusiveren Gesellschaft zu arbeiten.

Bildunterschrift von links: Matthias Schmid (VEM), Nilson Athimoottil (PIKSL), Yvonne Hansen, Heiko Schwarz (PIKSL), Helen Rademakers (PIKSL), Inga Gebert (PIKSL)

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