Werkstatt einfache Sprache

Wie kann man erreichen, dass möglichst alle Menschen Zugang zu Wissen und damit Teil an unserer Gesellschaft haben? Wie lassen sich gerade auch Menschen mit Leseschwierigkeiten und/oder ältere Menschen im Sinne einer inklusiven Medienbildung erreichen?

Die Antwort lautet: Durch einfache Sprache. In Abgrenzung zu der sogenannten „Leichten Sprache“ – einem zertifizierten, hoch reguliertem Verfahren, dass sich beinahe ausschließlich an Menschen mit Behinderung wendet – hat die Bundeszentrale für politische Bildung bei der Entwicklung der Leitfäden „einfach Internet“ im PIKSL Labor eigenen Kriterien entwickelt, um Medien in einfacher Sprache zu erstellen.

Einfache Sprache richtet sich grundsätzlich an alle, denen herkömmliche Texte zu schwierig sind. Dabei sorgt das iterative Experimentieren als Arbeitsprinzip dafür, dass das Ergebnis in mehreren Schritten immer wieder von der Zielgruppe evaluiert wird. Um Dritten den Transfer zur Erstellung eigener Produkte in Einfacher Sprache nachvollziehbar zu machen, haben die Bundeszentrale und PIKSL sämtliche Schritte ihrer Arbeit an den Leitfäden dokumentiert, und für alle verfügbar, ins Netz gestellt. In der Hoffnung, so weitere Publikationen dieser Art voran zu treiben.