Bielefeld

Wir freuen uns sehr, dass die PIKSL Idee weiter wächst und gestern ein zweites PIKSL Labor in Bielefeld eröffnen konnte.

Zur Feier des Tages hat die Pressestelle von Bethel einen Beitrag zur Eröffnungsfeier veröffentlicht, der sich hier nachfolgend findet.

„Das PIKSL Labor Bielefeld in der Gadderbaumer Straße 29 wurde heute offiziell eröffnet. PIKSL steht für Personenzentrierte Interaktion und Kommunikation für ein selbstbestimmtes Leben. Das PIKSL Labor Bielefeld ist ein offener Treffpunkt für Menschen mit und ohne Behinderungen. Es ermöglicht als inklusives Angebot den Zugang zu aktuellen Informations- und Kommunikationstechnologien, um die Teilhabe an der Gesellschaft und die Selbstbestimmung zu fördern.

Seit Mitte März stehen die Türen bereits für interessierte Besucherinnen und Besucher offen. „Ich freunde mich gerade erst mit dem PC an“, erzählt Nina Hennen, die in einer Betheler Einrichtung betreut wird und zu den regelmäßigen Gästen zählt. Ihr Ziel ist es, sich bald über soziale Medien mit Freunden austauschen zu können. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des PIKSL Labors stehen ihr als Ansprechpartner bei Fragen zur Seite. „Wir beraten die Besucher, sensibilisieren sie aber auch dafür, vorsichtig mit ihren persönlichen Daten im Internet umzugehen“, erklärt die Projektleiterin Sonja Friedhof.

Als Vorbild diente das PIKSL Labor in Düsseldorf, das die In der Gemeinde leben gGmbH, eine gemeinsame Tochtergesellschaft der Stiftung Bethel und der Diakonie Düsseldorf, mit finanzieller Unterstützung der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW ab 2011 in Düsseldorf aufgebaut hat. Das Projekt wurde bereits mehrfach ausgezeichnet, unter anderem von der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ als „Ausgewählter Ort 2012“.

„Neben der digitalen Inklusion erfüllt das PIKSL Labor Bielefeld auch die Aufgabe, Menschen mit Behinderungen in die Entwicklung und Erprobung neuer Technologien einzubeziehen“, so der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel, Prof. Günther Wienberg. Daher arbeite Bethel schon seit einigen Jahren eng mit dem Exzellenzcluster CITEC der Universität Bielefeld zusammen. „Wir wollen, dass Technik Bodenhaftung behält und sich am Menschen orientiert“, sagt Prof. Dr. Helge Ritter, Koordinator von CITEC an der Bielefelder Universität. Die Besucherinnen und Besucher des PIKSL Labor Bielefeld können sich auch an Forschungsprozessen beteiligen und somit zu einem aktiven Abbau von Barrieren beitragen.

Das PIKSL Labor Bielefeld ist ein Teil des Projektes KogniHome. In dem Innovationscluster KogniHome arbeiten 14 Projektpartner aus Wissenschaft, Wirtschaft und Industrie aus Ostwestfalen-Lippe in den kommenden drei Jahren gemeinsam an Technologien, die die Gesundheit, Lebensqualität und Sicherheit von Familien, Singles und Senioren fördert. „Ziel ist es, den Menschen durch die Technologien lange ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen“, erklärt Dr. Thorsten Jungeblut, Projektleiter von KogniHome. Neben dem PIKSL Labor Bielefeld gehört unter anderem auch eine Forschungswohnung in Bethel, in der neue Technologien eingebaut und getestet werden, zu KogniHome. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das gesamte Projekt KogniHome über drei Jahre mit acht Millionen Euro bis 2017. Geleitet wird KogniHome von CITEC.“

(Quelle: https://www.bethel.de/aktuelles/aktuelles-detail/artikel/eroeffnung-des-piksl-labor-bielefeld.html?no_cache=1&cHash=42b1e819c95685eb31a7452eec64e12d)

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