Düsseldorf

Anfang November 2011 fand in Berlin „Die Diagonale – Konferenz für interdisziplinäre Kreativprozesse“ mit dem Schwerpunkt Universal Design Thinking statt. Der Begriff „Die Diagonale“ steht für eine Verbindung von zwei scheinbar wenig kompatiblen Denkansätzen und Arbeitsweisen: Ein rational-unternehmerisches Vorgehen steht einer hinterfragende und wenig unkontrollierbaren Herangehensweise der Creatve Industry gegenüber. Die Konferenz konnte aufzeigen, wie sich beide Ansätze konstruktiv verbinden lassen, um Innovationsprozesse anzustoßen. Angesichts der komplexen gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen kann „Universal Design Thinking“ zu neunen Fragestellungen und innovative Produkte führen. Gerade der fortschreitende demografische Wandel bieten zahlreiche Ansatzpunkte für Produkte und Dienstleistungen, die für alle Menschen – unabhängig ihren geschlechtlichen, sozialen, ökonomischen und kulturellen Verschiedenheit – nutzbar sind (die Möbellinie des PIKSL Labors ist ein erstes Ergebnis der interdisziplinären Arbeit vor Ort).

Das Modellprojekt PIKSL verfolgt das Ziel, moderne Informations- und Kommunikationstechnologie für Menschen mit geistiger Behinderung zugänglich zu machen, interdisziplinär weiter zu entwickeln und Barrieren abzubauen. Dadurch soll die Teilhabe an der Gesellschaft erleichtert, die Abhängigkeit von professioneller Unterstützung reduziert und ein selbstbestimmteres Leben erreicht werden. Menschen mit Handicap erarbeiten als Entwickler und als Referenzgruppe gemeinsam mit Experten aus Forschung, Wirtschaft und Wissenschaft Lösungen im Sinne eines Universal Designs: „Eine barrierefreie Umgebung, Produkte, die sicher und einfach zu bedienen sind, Bildungsmöglichkeiten oder auch Technologien, die sich an den Bedürfnissen der Menschen orientieren, bedeuten einen Gewinn an Lebensqualität für alle“ Hinz, Katrin (Berlin) – Stand: 1.12.11

 

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